Trauerkarte

„Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.“ 

Irmgard Erath

Warum eigentlich Schwarz?

Warum verbinden wir Schwarz eigentlich mit dem Tod? Dafür müssen wir ein kleines bisschen in der Zeit zurückreisen.

Genauer gesagt ins 6. Jahrhundert.

Zu dieser Zeit kleideten sich die Benediktiner-Mönche in Schwarz, um der spirituellen Dunkelheit der Seele gerecht zu werden.

Aber nicht nur aus diesem Grund ist Schwarz die Farbe der Trauer.

Lange Zeit war schwarze Kleidung sehr teuer, und wertvoll, weil sie gefärbt war. Unbehandelte Stoffe waren da günstiger.

Um sich also zu Ehren des/der Verstorbenen feierlich zu kleiden, trug man daher am Tag der Beisetzung Schwarz.

1861 etablierte Queen Viktoria dann endgültig Schwarz zur Trauer-Tradition.

Nachdem ihr Mann Albert verstarb, trug sie 40 Jahre lang Schwarz.

Was hat der Schmetterling mit dem Tod zu tun?

Der Schmetterling als Symbol der unsterblichen Seele ist in der griechischen und römischen Mythologie zu finden und wurde auch häufig bei ägyptischen Grabmalereien verwendet.

Auch im Christentum, insbesondere in künstlerischen Darstellungen war die Symbolik des Schmetterlings sehr beliebt.

In der Rhetorik : Raupe – Mensch, Verpuppung – Tod (oder Sarg), Schmetterling – Auferstehung wurde die Auferstehung der Menschen bzw. das Leben nach dem Tod gedeutet und symbolisiert.

So findet sich auch heute noch auf Grabstätten der Schmetterling als Symbol der Befreiung aus dem Körper und des Weiterlebens.

Der Schmetterling signalisiert so die Hoffnung auf ein Leben über den Tod hinaus.

Wenn die Raupen wüssten, was einmal sein wird
wenn sie erst Schmetterlinge sind,
sie würden ganz anders leben:
froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller.
Der Tod ist nicht das Letzte.
Der Schmetterling ist das Symbol der Verwandlung,
Sinnbild der Auferstehung.
Das Leben endet nicht, es wird verändert.
Der Schmetterling erinnert uns daran,
dass wir auf dieser Welt nicht ganz zu Hause sind.

Heinrich Böll

Bleibt gesund.

Liebe Grüße

Brunhilde Miehe: Der Tracht treu geblieben, Studien zu den letzten regionalen Kleidungsformen Hessens. Bad Hersfeld 1995: Verlag Brunhilde Miehe Haunetal

Peter Godzik: Was weiß die Raupe schon vom Schmetterling. Aufbruch zu Wandlung, Freiheit und unvergänglichem Leben, EB-Verlag, Hamburg-Schenefeld 2007

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.